Räucherwerk ABC
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Das Räucherwerk-ABC – die wichtigsten Räucherstoffe für die Rauhnächte

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Die Rauhnächte gelten seit jeher als eine Zeit des Übergangs, in der wir Altes verabschieden und uns für Neues öffnen können. Räucherpflanzen spielen dabei eine bedeutende Rolle: Sie reinigen, schützen, segnen und fördern Innenschau sowie Visionen. Jede Pflanze hat ihre eigene feinstoffliche Wirkung, die du gezielt nutzen kannst, um die Magie dieser Nächte zu vertiefen.

Diese Anleitung stammt aus meinem Onlinekurs, dem Online-Retreat „Magische Rauhnächte“ in dem ich dich mit Yoga und Meditation durch die Rauhnächte begleite. Dieser Artikel wurde zuerst auf meinem Yoga-Blog unter Räucherstoffe für die Rauhnächte – Anleitung und Tipps
 veröffentlicht.

Warum räuchern während der Rauhnächte?

Tagsüber eignen sich Räucherstoffe, um die Energien zu klären und Schutz aufzubauen. Abends kannst du Pflanzen für Orakelarbeiten und Visionen nutzen, um tiefer in die feinstoffliche Welt einzutauchen. Das Räuchern hilft dabei, die Energie jeder Rauhnacht bewusst zu lenken.

Räucherlexikon: Die wichtigsten Stoffe für die Rauhnächte

Reinigung und Schutz

  • Weißer Salbei
    Weißer Salbei gilt als eine der stärksten Reinigungs- und Schutzpflanzen überhaupt. Sein Rauch klärt Räume, hebt stagnierende oder schwere Energien auf und reinigt die Aura. Er bringt dich sofort in eine klare, aufgerichtete Energie und schafft ein Feld der Präsenz.
    Wann verwenden: Wenn du energetisch „voll“ bist, nach belastenden Gesprächen oder zur Vorbereitung von Ritualen.
    In den Rauhnächten: Ideal für den Start (24./25.12.) oder vor jeder wichtigen Nacht.
  • Beifuß
    Beifuß ist die uralte Schamanenpflanze für Übergänge, Transformation und Visionen. Sein Rauch stärkt Intuition, Weiblichkeit und innere Wahrnehmung. Er hilft beim Loslassen alter Muster und fördert die Traumerinnerung.
    Wann verwenden: Bei Übergängen, Neuausrichtung, vor Traumritualen.
    In den Rauhnächten: Perfekt für die Orakelnächte und Innenschau (z. B. 2. oder 10. Rauhnacht).
  • Engelwurz (Angelikawurzel)
    Die Engelwurz bringt Schutz, Stärke und Klarheit. Ihr Rauch wirkt wie ein energetischer Mantel, der Nerven beruhigt, Mut schenkt und dich mit deiner inneren Führung (deinem höheren Selbst) verbindet.
    Wann verwenden: Bei innerer Unruhe, Nervosität oder wenn du dich stärken möchtest.
    In den Rauhnächten: Eine wunderbare Begleiterin für Nächte, die „schwerer“ wirken. Ideal auch in der 2. Rauhnacht.
  • Lavendel
    Lavendel reinigt sanft, beruhigt und bringt geistige Klarheit. Er hilft, emotionale Spannungen loszulassen und schützt vor Energievampiren. Gleichzeitig unterstützt er Konzentration und Frieden im Raum.
    Wann verwenden: Für Tiefenentspannung, Mentalklarheit und ruhige Abende.
    In den Rauhnächten: Ideal für ruhige Rituale und sanfte Herzöffnung.
  • Wacholder
    Wacholder ist ein kraftvolles Schutz- und Reinigungsmittel, das alte Energien vertreibt und Räume desinfiziert. Sein Rauch stärkt die Verbindung zu den Ahnen und unterstützt bei Ahnen- und Schattenarbeit.
    Wann verwenden: Für klare Grenzen, Schutz und energetisches „Durchlüften“.
    In den Rauhnächten: Besonders gut am 28.12. (Schlüsselnacht).
  • Holunder
    Der Holunder – das Kraut der Frau Holle – begleitet Übergänge, bietet Schutz und öffnet Zugänge zur Weisheit zwischen den Welten. Er hilft, den richtigen Zeitpunkt intuitiv zu erkennen, und stärkt das Vertrauen ins Leben.
    Wann verwenden: Bei Wandel, Entscheidungen oder inneren Übergängen.
    In den Rauhnächten: sehr gut zu Beginn und Ende der Rauhnächte.
  • Fichtenharz
    Fichtenharz reinigt, klärt und stärkt. Sein balsamischer Duft öffnet den Brustraum, bringt alte emotionale Wunden ans Licht und schafft Raum für Heilung.
    Wann verwenden: Wenn du tiefer fühlen und gleichzeitig gehalten sein möchtest.
    In den Rauhnächten: Ideal für Heil-, Herz- und Schattenarbeit.
  • Thymian
    Thymian stärkt Selbstwert, Mut und Immunsystem. Sein Rauch wirkt klärend und kräftigend und unterstützt dabei, eigenen Schutz aufzubauen.
    Wann verwenden: Wenn du Kraft brauchst, erschöpft bist oder Grenzen setzen möchtest.
    In den Rauhnächten: Gut für Nächte der Selbstklärung und Neuordnung, z. B. in der 8. Rauhnacht.
  • Kampfer
    Kampfer löst stagnierende Energien und wirkt stark klärend auf Geist und Raum. Sein intensiver Duft hilft, den Kopf „frei zu pusten“ und klare Entscheidungen zu treffen.
    Wann verwenden: Vor Neuausrichtungen oder bei mentaler Überlastung.
    In den Rauhnächten: Besonders gut in der 4. oder 6. Rauhnacht.
  • Copal
    Copal erhöht die Schwingung, reinigt und bringt strahlende Klarheit. Der Rauch vertreibt Dunkelheit und schafft eine lichte, positive Atmosphäre.
    Wann verwenden: Für Segnungen, Reinigungen und Manifestationsarbeit.
    In den Rauhnächten: Ideal für Wunsch- und Visionsnächte.
  • Alant
    Alant hat eine sonnige, aufrichtende Qualität. Er löst alte Gedankenmuster, stärkt das Selbstvertrauen und hebt die Stimmung.
    Wann verwenden: Bei Schwermut, Zweifel oder zur Stärkung des Selbstwerts.
    In den Rauhnächten: sehr gut zur Wintersonnenwende.

Segnung und Weihe

  • Weihrauch
    Weihrauch ist eine der heiligsten Räucherpflanzen: reinigend, erhebend, schützend und seg­nend. Er öffnet den Raum für Visionen, Gebet, Stille und Meditation.
    Wann verwenden: Rituale, Meditation, Segnungen.
    In den Rauhnächten: Ideal für alle Rauhnächte
  • Myrrhe
    Myrrhe wirkt erdend, weiblich, stabilisierend und schützend. Sie begleitet tiefe Meditation, innere Heilung und Übergänge.
    Wann verwenden: Bei emotionalen Themen oder zur Erdung.
    In den Rauhnächten: In Kombination mit Weihrauch kraftvoll für Weihe und Schutz.
  • Mariengras
    Mariengras wirkt herzöffnend, seg­nend, beruhigend. Der süße Duft reinigt nicht nur, sondern zieht besonders liebevolle Energien an.
    Wann verwenden: Für Harmonie, Frieden und sanften Schutz.
    In den Rauhnächten: Für alle Nächte der Herzöffnung und Dankbarkeit.
  • Rose
    Rosenblüten öffnen das Herz, fördern Harmonie und bringen liebevolle Schwingungen in den Raum. Sie eignen sich hervorragend für sanfte Rituale.
    Wann verwenden: Für Herzthemen, Selbstliebe und Liebesräucherungen.
    In den Rauhnächten: Ideal für Versöhnung, Vergebung und Herzheilung.
  • Palo Santo
    Palo Santo reinigt lichtvoll, segnet und bringt Klarheit. Er wirkt sowohl erds­tärkend als auch spirituell öffnend.
    Wann verwenden: Vor Meditation, für Fokus und für feine Schutzfelder.
    In den Rauhnächten: Gut für Bewusstseinsarbeit und stille Rituale.
  • Tonkabohne
    Die Tonkabohne schenkt Weichheit, Trost, Geborgenheit und Glück. Ihr süß-warmer Duft eignet sich hervorragend für Manifestationen.
    Wann verwenden: Für Fülle, Herzöffnung, Wohlgefühl.
    In den Rauhnächten: Perfekt für Wunschnächte und Visionstage.

Meditation und Innenschau

  • Sandelholz
    Sandelholz beruhigt, erdet und inspiriert. Es öffnet sanft den Zugang zur Innenschau und wirkt stabilisierend auf die Gedankenwelt.
    Wann verwenden: Für Meditation, Achtsamkeit, spirituelle Praxis.
    In den Rauhnächten: Für tiefe, stille Nächte.
  • Zeder
    Zeder stärkt Selbstvertrauen, Klarheit und Intuition. Sie klärt den Kopf und unterstützt ruhigen Schlaf und Träume.
    Wann verwenden: Bei Überforderung, für Klarheit und innere Stabilität.
    In den Rauhnächten: Für Traumrituale und Geistesklarheit.
  • Benzoe Sumatra
    Benzoe duftet süß-warm, beruhigt das Herz und inspiriert. Es unterstützt meditative Zustände und inneren Frieden.
    Wann verwenden: Für stille Abende, Selbstfürsorge und Herzarbeit.
    In den Rauhnächten: Für Meditation und sanfte Innenschau.
  • Myrte
    Myrte ist reinigend, heilend und sanft herzöffnend. Sie unterstützt Vergebung, Klarheit und emotionale Heilung.
    Wann verwenden: Bei Herz- oder Beziehungsthemen.
    In den Rauhnächten: Für Heilnächte und Neuanfänge.

Für Liebesräucherungen

  • Styrax
    Styrax wirkt entspannend, harmonisierend und verbindend. Der balsamische Duft schafft eine Atmosphäre von Geborgenheit und Wärme.
    Wann verwenden: Für Liebesrituale, Herzöffnung, Paarrituale.
    In den Rauhnächten: Wenn du Harmonie oder Herzheilung stärken möchtest.
  • Jasmin
    Jasmin ist aphrodisierend, lösend und beruhigend. Sein Duft öffnet das Herz und weckt Sinnlichkeit.
    Wann verwenden: Für romantische Abende, Herzöffnung, Empfänglichkeit.
    In den Rauhnächten: Für Rituale rund um Liebe, Verbindung und Hingabe.
  • Patchouli
    Patchouli erdet, stärkt Urvertrauen und öffnet gleichzeitig für Sinnlichkeit. Er verbindet Körperlichkeit und Spirituelles.
    Wann verwenden: Für Erdung, Stabilität und Sinnlichkeit.
    In den Rauhnächten: Für Nächte, in denen du tiefer bei dir selbst ankommen möchtest.

Für Visionen und Traumerinnerung

  • Lorbeer
    Lorbeer verstärkt Intuition, Willenskraft und Visionen. Sein Rauch eignet sich hervorragend für Orakel und Zukunftsfragen. Er hilft, Träume zu erinnern.
    Wann verwenden: Bei Entscheidungen, Visionsarbeit und Ritualen.
    In den Rauhnächten: Perfekt für Orakelnächte (z. B. 10. Nacht).
  • Mistel
    Mistel bringt verborgene Themen ans Licht und stärkt die Traum- und Schattenarbeit. Sie öffnet den Zugang zu tiefen Schichten.
    Wann verwenden: Für Schattenarbeit und Traumdeutung sowie -erinnerung.
    In den Rauhnächten: Für tiefe, introspektive Nächte.
  • Mädesüß
    Mädesüß begleitet Übergänge, erhöht die Intuition und unterstützt die Traumerinnerung.
    Wann verwenden: Wenn du Zugang zu innerer Weisheit suchst.
    In den Rauhnächten: Für Visionen und Übergangsrituale.
  • Eisenkraut
    Eisenkraut stärkt die Aura, schützt, klärt und bringt mentale Kraft. Es unterstützt Prüfungen, Visionen und Traumerinnerung.
    Wann verwenden: Für Fokus, Schutz und mentale Stärke.
    In den Rauhnächten: Für klare Erkenntnisse und Traumarbeit.

Tipps zur Nutzung des Räucherlexikons

  • Wähle intuitiv: Lass dich von deinem Gefühl leiten und wähle die Pflanzen, die dich ansprechen.
  • Kombiniere gezielt: Du kannst einzelne Pflanzen oder fertige Mischungen nutzen. Achte dabei auf hochwertige Qualität.
  • Nutze passende Zeiten: Tagsüber eignen sich reinigende und schützende Räucherstoffe, abends solche für Meditation und Visionen.

Meine Grundausstattung für die Rauhnächte

Gerade wenn du neu beim Räuchern bist, empfehle ich dir, es einfach zu halten. Eine kleine Auswahl reicht völlig aus, um die Kraft der Rauhnächte zu spüren. Für den Anfang eignen sich folgende Räucherstoffe:

  • Weißer Salbei: Zum Reinigen von Aura und Räumen.
  • Weihrauch: Für Schutz, Segnung und Meditation.
  • Myrrhe: Zur Verbindung mit der feinstofflichen Welt und zum Schutz.

Muss ich in jeder Rauhnacht räuchern?

Du darfst, musst aber nicht. Du musst auch überhaupt nicht räuchern, wenn du nicht magst. Vertraue deiner Intuition. Gute Zeiten zum Räuchern sind zum Beginn der Rauhnächte und auch während der Schlüsselnächte am 28.12. und 05.01. Du kannst zu jeder Rauhnacht verschiedene Stoffe nutzen oder auch immer die gleichen (siehe meine Grundausstattung). Du kannst mit einzelnen Stoffen oder mit Räuchermischungen arbeiten.

Wie räuchere ich jetzt?

Lies dazu meinen Artikel Räuchern Anleitung, dort habe ich den Ablauf beschrieben.

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